SAV wandert im Bayrischen Wald

Die Ortsgruppe Kißlegg des Schwäbischen Albvereins  erlebt mit 49 Vereinsmitgliedern und Gästen eine traumhafte Wanderwoche bei hochsommerlichen Temperaturen.
Ziel der Wanderwoche vom 11. – 17.September 2016 war die Glasmacherstadt Zwiesel im Bayerischen Wald.
Nachdem der Transfer durch Omnibusunternehmen Strasser erfolgte, starteten die täglichen Wanderungen umweltfreundlich mit der Waldbahn vom Bahnhof Zwiesel aus, die Fahrtkosten waren durch die Gästekarte (Nationalpark-Card) abgegolten. Das Hotel Kapfhammer stellte sich als Glückstreffer heraus, zum einen wegen der unmittelbaren Nähe zum Bahnhof und zum anderen, weil die Wanderer mit einer vorzüglichen Küche gestärkt und verwöhnt wurden. Täglich gab es zwei Wanderungen auf dem Programm mit jeweils rd. 18 bzw. 13 Wanderkilometern. Am Anreisetag stand bereits die erste Wanderung von Bettemannssäge nach Zwiesel entlang der Regen an, bei der sich die Wanderer auf die kommende Woche einstimmen konnten.
Am zweiten Tag  folgten die Wanderungen durch das Naturschutzgebiet Stockauwiesen vorbei am „Monte-Denkmal“ und die Schachtenbachrunde durch den Naturpark Zwieseler Winkel.Hennakobel
Der dritte Tag begann mit einer Bahnfahrt nach Frauenau, von wo aus auf Schusters Rappen der Rachel, zweithöchster Berg des Bayerischen Waldes auf 1453 m Höhe erwandert wurde und die kleine Tour  im Nationalpark Bayerischer Wald zum Trinkwasserspeicher führte.
Der vierte Tag war der drei Flüsse Stadt Passau gewidmet. Bei einer Städteführung wurden einschneidende Eindrücke der Historie und Architektur vermittelt und die Breite des letzten Hochwassers 2013. Es war auch  Gelegenheit, dem Orgelkonzert im Dom beizuwohnen. Danach stand der Nachmittag zur freien Verfügung und viele Wanderer nutzten diese Zeit zu einer Schifffahrt. Bei der Heimfahrt wurde noch eine Plattform angefahren, wo sich ein atemberaubender Ausblick über Passau bot.

Am fünften Tag hieß es dann wieder die Wanderstiefel zu schnüren: Die große Tour hatte als Ziel den Großen Arber auf 1456 m, vorbei am kleinen Arbersee, der Rückweg erfolgte über die beeindruckenden Rißlochwasserfälle nach Bodenmais. Die kleine Tour führte zum Silberberg, wo die Möglichkeit bestand, die ersten Höhenmeter mit der Bergbahn zu überwinden. Oben angekommen, stand eine Überraschung bereit, weil zeitnah eine Bergmesse zelebriert  wurde. Über Schöneben ging es ebenfalls zu den Rißlochwasserfällen und weiter nach Bodenmais.
Der letzte Wandertag war der Flusswanderung von Bayrisch-Eisenstein (direkt an der tschechischen Grenze) nach Zwiesel gewidmet. Der Wanderweg führte 18 km lang immer unmittelbar am Flussbett entlang mit immer wieder wechselnder Vegetation. In Ludwigsthal trennten sich die Wege. Es bestand dabei die Möglichkeit zur Besichtigung des Wildparks, bevor es mit der Bahn zurück nach Zwiesel ging. Am Abend wurde zum Abschied noch ein Bayrischer Abend mit Schmankerl Büfett und Musik gefeiert.
Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen. Der Omnibus aus der Heimat war wieder eingetroffen und der letzte Programmpunkt mit einer Stadtführung in Landshut bei Dauerregen stand an. Hier ist besonders hervorzuheben der herrliche Rathausprunksaal, der gänzlich unter dem Motto der Landshuter Hochzeit steht, die Martinskirche mit dem Martinsturm, einmalig auf der Welt, weil er trotz seiner Höhe von 130,1 m nur aus Ziegeln gemauert ist, die Residenz und die Burg Trausnitz.
Bayrischer Wald